Mittwoch, 11. Juni 2008
8-Stunden-Dreh
Das ZDF im Ausstellungsraum
Letzte Woche kam derAnruf von der Redakteurin. Man würde gerne drehen wollen. Einen Ausflugstipp für die Sendung "sonntags" vom ZDF. "Ja gerne", haben wir gesagt. Und so kamen sie heute: Die Redakteurin, der Kameramann und der Tonmann - samt Equipment. Acht Stunden wurde am Stück gedreht. Letzlich werden nur 3 Minuten zu sehen sein. Ausgestrahlt irgendwann Anfang Juli, später archiviert in der ZDF Mediathek. Doch vor dem lag erstmal ein langer Drehtag.
Nachdem Otto Frank von Annes Tod hörte, übergab Miep Gies die gefundenen Tagebücher und losen Blätter dem Vater. Dieser tippte sie für die in Schweiz lebenden Großmutter Annes - auf Deutsch - mit der Schreibmaschine ab. Dieses Typoskript ist das erste Werk, welches die Tagebücher und Überarbeitungen aus Annes eigener Hand zu einem Buch zusammenfasst. Es liegt nun im Anne Frank-Archiv in Amsterdam und wurde bisher nie öffentlich gezeigt. Mit zwei Kurieren des Anne Frank Hauses wurde es heute von Amsterdam nach Frankfurt transportiert, wo es bis zum Ende der Ausstellung zu sehen sein wird.
In ihren
Die ersten Leihgaben haben sich aus der Ausstellung verabschiedet: Das "Blumentagebuch" der Clara Schumann und ein Tagebuch von Johann Wolfgang Goethe sind zurück an die Leihgeber gegangen. Doch schon in den nächsten Stationen in Nürnberg und Berlin wird man ihnen wieder begegnen können. Als Ersatz finden sich nun ein Tagebuchfragment mit Miniaturschrift von Robert Walser und ein weiteres Tagebuch von Johann Wolfgang Goethe in den Vitrinen.
Unter dem Motto einer "Nacht des Intimen" tanzt das Museum zur "Nacht der Museen" in Frankfurt. Zu Beginn startet es mit dem "Erotischen Pepys": Einer Lesung mit Rundfunk-Moderatorin Minou May, die Freches und Frivoles aus den Tagebüchern Samuel Pepys las. Danach geht es weiter mit Tango Argentino und dazu spielt live das 
Neun Kinder: 3 Mädchen und 6 Jungs waren zum
Lieber Holz oder lieber Karton? Diese Frage stellte sich heute Morgen Lena, Lea, Danielle und Jasmin. Für alle galt es Tagebücher zu bauen. Dabei hatten sie noch Glück mit dem Termin am Vormittag, denn beim Nachmittagsworkshop war es voll. Viele Hände schnitten, klebten, banden an den Tischen. Der große Favorit war heute ein Tagebuch aus einem Holzkörper und buntem Papier innen. Das Deckblatt wurde mit Gänsefeder beschrieben und für das Blumendekor außen kam die brandneue Stanzmaschine zum Einsatz.
Es jährt sich der Tag der Frauen. Letztes Jahr war das "Fräulein vom Amt" Thema zweier Führungen zum 8. März. Dieses Jahr widmeten wir den Tagebüchern von Frauen unsere Aufmerksamkeit. Bei der Vorbereitung hatten wir bemerkt, dass man auch leicht andere Themenparcoure durch die Ausstellung hätte wählen können, ob nun zum täglichen Schreiben von Jugendlichen oder zu Tagesnotizen rund um den Zweiten Weltkrieg. Ebenso gelingt aber auch ein Rundgang zu ausgewählten Tagebuchstationen von Frauen.
Erst kamen Ansprachen, dann die Lesung, dann der Sekt und Wein, uniformierte Menschen fragten Details zum Tag und verteilten Sticker. Oben in der Ausstellung konnte man dann endlich schauen, sofern man was sah, zeitweise war es recht voll im Raum. Insgesamt waren 457 Eröffnungsgäste da gewesen. 






