"Fakten sind tausendmal wichtiger als Worte"

Ivan Pavlovs Schreiben im Labor

Labor-Tagebücher entstehen im praktischen Vollzug, im Labor, beim Experimentieren. Sie halten fest, was noch nicht öffentlich ist und vielleicht auch nie öffentlich werden soll. Anders als Labor-Protokolle geben sie auch Beobachtungen wieder, die nicht ausschließlich von Forschungsereignissen handeln, gehen über den Laborraum hinaus. Sie haben nicht immer ein Datum, erscheinen oft unzusammenhängend und unleserlich, versetzt mit Ausstreichungen und Kritzeleien, beziehen sich aber immer auf autobiographische Erfahrungen eines Autors.
Margarethe Vöhringer (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung) geht in ihrem Vortrag der Frage nach, was Tagebücher, Protokolle, Notizen und Publikationen, die in Laboren entstehen voneinander unterscheidet. An welche Leser wenden sie sich? Was verraten diese verschiedenen Texte über die Denkvorgänge ihrer Autoren? Am Beispiel der Schriften Ivan Pavlovs soll diesen Fragen nachgegangen werden, unter anderem im Vergleich zu solch berühmten Vorläufern wie Emil Du Bois-Reymond.

Termin: 26.08.2009, 19 Uhr

Eintritt: frei

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