Die ganze Wahrheit über Sylvia Plath

Am 11. September: Lesung mit Martina Gedeck

m-g-lesungSylvia Plath ist bis heute eine sehr umstrittene Figur. Ihr Ehemann Ted Hughes hat so rigide in ihren Tagebuch-Text eingegriffen, dass Plath kaum noch als seine Autorin gelten kann. Martina Gedeck – eine der gefragtesten Schauspielerinnen Deutschlands – wird am Donnerstag, 11. September um 19.30 Uhr im Museum für Kommunikation Frankfurt nicht nur die Tagebucheinträge Sylvia Plaths aus der gekürzten Ausgabe rezitieren – und nur diese liegt bisher auf Deutsch vor –, sondern auch die Textstellen vorlesen, die Hughes gestrichen hat. So wird ein Eindruck davon vermittelt, was Plath ursprünglich geschrieben hat. Ob die vollständige Ausgabe der Tagebücher nun ermöglicht, sich ein „richtiges“ Bild von Sylvia Plath zu machen, bliebe im Anschluss an die Lesung mit der Wissenschaftlerin Nicole Seifert zu diskutieren.
Nicole Seifert promovierte an der Humboldt Universität Berlin und arbeitet als Lektorin in Hamburg. Im Kulturverlag Kadmos Berlin ist jetzt ihr Buch „Von Tagebüchern und Trugbildern. Die autobiographischen Aufzeichnungen von Katherine Mansfield, Virginia Woolf und Sylvia Plath“ erschienen. Nicole Seifert legt darin die Vorgehensweisen der Herausgeber offen und stellt den Bildern, die die zensierten Ausgaben von ihren Autorinnen entwerfen, die Bilder gegenüber, die die vollständigen Tagebuchtexte abgeben.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main und der Frankfurter Verlagsanstalt, bei der die deutsche Übersetzung der Plath-Tagebücher verlegt ist.

Termin: 11. September 2008, 19.30 Uhr
Eintritt: 6 EUR
Info: Tel. 069 60 60 310
Veranstaltungsort:
Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt

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