Mittwoch, 28. Mai 2008
Nach der Tagung
Kurz resümiert
Die MAI-Tagung ist vorbei. Einige interessante Entdeckungen galt es zu machen. Lars Knobbe vom Institut für Wissensmedien Tübingen gab in seinem Vortrag beispielsweise zwei Linkhinweise, die sich gut für die Arbeit in Museen eignen würden: Myartspace und Mapwing. Mapwing möchte ich jetzt gerne ausprobieren, um die "Absolut privat!?"-Ausstellung an allen drei Standorten zu dokumentieren und vergleichbar zu machen.Es wurde auch über Mashups, das Museumswiki, Museumspodcasts, über 2nd Life-Museen oder diverse Museumsportale referiert. Und auch wenn Museumsblogs noch ein ungepflügtes Feld für deutsche Museen darstellen, von der Seite der Entwickler und Agenturen, die Anwendung für Museen erarbeiten, wird selbstverständlich schon gebloggt, so auch von der Tagung im Breitband-Blog oder bei Wir sind Blog. Das Thema aufgegriffen hat heute auch das Kulturmarketing-Blog, wo ich heute ein mir unbekanntes deutsches "Museums"blog entdecken konnte. Quasi direkt aus der Nachbarschaft bloggt der Nassauische Kunstverein aus Wiesbaden.

Eine schöne Überraschung gab es bei dem Vortrag zum deutsch-dänischen ViMu (Virtuellen Museum), dass als Beispiel die Zigarettenpapiere von Fritz Solmitz präsentierte (die ja bis September bei uns im Museum in Frankfurt weilen). Wer also nicht nach Frankfurt kommt, kann nun dort direkt im Netz in den Blättchen blättern und bekommt auch gleich schon die Transkription geliefert, was durchaus notwendig ist, denn kaum einer kann noch Sütterlin lesen.
"Das Rad muß nicht neu erfunden werden", hörte ich mehr als einmal auf der Tagung. Aber in Realität sieht es doch so aus, dass weder ausreichend Geld für experimentelle Medienprojekte bei Museen eingestellt wird, noch - was mir viel eminenter erscheint - Personalressourcen da sind, um die vielfältigen Webformate und neuen Anwendungen zu nutzen. Wenn man also nicht über ausreichend Sponsorengelder verfügt (für die man noch schnell ein kleines, neues, innovatives Projekt braucht) oder man keine Förderung von DFG oder der Europäischen Union bekommt, dann wird es für ein durchschnittliches Museum schwer - selbst wenn man dem aufgeschlossen ist - im Bereich der Neuen Medien neue Wege zu beschreiten.
Update:
Die Präsentation zu meinem Vortrag "Weblogs im Museum" findet sich hier.

Eine schöne Überraschung gab es bei dem Vortrag zum deutsch-dänischen ViMu (Virtuellen Museum), dass als Beispiel die Zigarettenpapiere von Fritz Solmitz präsentierte (die ja bis September bei uns im Museum in Frankfurt weilen). Wer also nicht nach Frankfurt kommt, kann nun dort direkt im Netz in den Blättchen blättern und bekommt auch gleich schon die Transkription geliefert, was durchaus notwendig ist, denn kaum einer kann noch Sütterlin lesen.
"Das Rad muß nicht neu erfunden werden", hörte ich mehr als einmal auf der Tagung. Aber in Realität sieht es doch so aus, dass weder ausreichend Geld für experimentelle Medienprojekte bei Museen eingestellt wird, noch - was mir viel eminenter erscheint - Personalressourcen da sind, um die vielfältigen Webformate und neuen Anwendungen zu nutzen. Wenn man also nicht über ausreichend Sponsorengelder verfügt (für die man noch schnell ein kleines, neues, innovatives Projekt braucht) oder man keine Förderung von DFG oder der Europäischen Union bekommt, dann wird es für ein durchschnittliches Museum schwer - selbst wenn man dem aufgeschlossen ist - im Bereich der Neuen Medien neue Wege zu beschreiten.
Update:
Die Präsentation zu meinem Vortrag "Weblogs im Museum" findet sich hier.











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