Sonntag, 04. Mai 2008
Museumslogger
Tine Nowak um 23:13, 0 Kommentare - Kommentar verfassen
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Museumslogger all überall. Gibt es denn keine anderen Dinge über die man Ausstellungen machen könnte? Eigentlich will ich mich hier nur drei Tage mit Museen in der Informationsgesellschaft beschäftigen. Doch eines der ersten Dinge, die ich in Emden finde ist dieses hier. Regelrecht verfolgt kann man sich da schon fühlen.
Unter dem Motto einer "Nacht des Intimen" tanzt das Museum zur "Nacht der Museen" in Frankfurt. Zu Beginn startet es mit dem "Erotischen Pepys": Einer Lesung mit Rundfunk-Moderatorin Minou May, die Freches und Frivoles aus den Tagebüchern Samuel Pepys las. Danach geht es weiter mit Tango Argentino und dazu spielt live das 
Eine Woche lang erstrahlt nachts das Verwaltungsgebäude neben dem Museum für Kommunikation Frankfurt in sanften Farben. Anlaß bietet die Luminale 2008, die "Biennale Lighting Culture". Mehr Infos zum Lichtfestival im
Neun Kinder: 3 Mädchen und 6 Jungs waren zum
Von Goethes sparsamen Notizen in die vorgegebenen Tagesfelder eines Schreibkalenders bis zu Kafkas überbordenden Einträgen in seine Oktavhefte, von Klara Schumanns sorgsam geführten Blumentagebuch bis zu Fritz Solmitz Nachricht aus dem KZ auf Zigarettenpapier: in unseren Einzelpräsentationen stellen wir die Werke prominenter Tagbuchschreiber vor. Nicht weil sie prominent sind, sondern weil jeder von ihnen einzigartig mit dem Medium Tagebuch umgegangen ist.
Lieber Holz oder lieber Karton? Diese Frage stellte sich heute Morgen Lena, Lea, Danielle und Jasmin. Für alle galt es Tagebücher zu bauen. Dabei hatten sie noch Glück mit dem Termin am Vormittag, denn beim Nachmittagsworkshop war es voll. Viele Hände schnitten, klebten, banden an den Tischen. Der große Favorit war heute ein Tagebuch aus einem Holzkörper und buntem Papier innen. Das Deckblatt wurde mit Gänsefeder beschrieben und für das Blumendekor außen kam die brandneue Stanzmaschine zum Einsatz.
Tagebuch führen – das kann man im Internet und auf Papier, mit Fotos, auf Postkarten, auf Wandkalendern oder Holzklötzen. Man schreibt mit der Hand, der Schreibmaschine, der Blogsoftware oder gar per Handy. Doch trotz aller Unterschiede gibt es Charakteristika die alle Tagebüchern und Weblogs gemein haben, und diesen widmen sich vier Bereiche unserer Ausstellung.
Das Tagebuch eines ermordeten Mädchens wird weltberühmt. Eine Bloggerin entdeckt die versteckten Tagebuchaufzeichnungen ihres Großvaters auf Brennholzscheiten. Die Fälschung eines Mädchentagbuchs sorgt in der psychoanalytischen Gemeinde der zwanziger Jahre für Wirbel. Ein Fotograf versteckt in einer Studiokamera sein heimlich geführtes Tagebuch, während er auf die Genehmigung seiner Ausreise aus der DDR wartet. In sieben Kabinetten verfolgen wir die Geschichte von sieben Tagebüchern und Blogs von ihrer Entstehung bis zu ihrer Veröffentlichung.
Es jährt sich der Tag der Frauen. Letztes Jahr war das "Fräulein vom Amt" Thema zweier Führungen zum 8. März. Dieses Jahr widmeten wir den Tagebüchern von Frauen unsere Aufmerksamkeit. Bei der Vorbereitung hatten wir bemerkt, dass man auch leicht andere Themenparcoure durch die Ausstellung hätte wählen können, ob nun zum täglichen Schreiben von Jugendlichen oder zu Tagesnotizen rund um den Zweiten Weltkrieg. Ebenso gelingt aber auch ein Rundgang zu ausgewählten Tagebuchstationen von Frauen.






